Kreuzweg von Marcel Duprés
28.03.26
Der Kreuzweg von Marcel Duprés
Samstag, 28.03.2026 | 19.00 Uhr
Kunst-und Kulturkirche St. Bartholomäus
Konzert, Lesung und Multivision zur Passion
"Le chemin de la croix" - Der Kreuzweg von Marcel Dupré vereint hochrangige Musik, gespielt von Larissa Blechmann auf der Breiel Orgel der St. Bartholomäus Kirche, mit einem tiefgründigen spirituellen Konzept. Die Komposition beruht auf einer literarischen Vorlage, dem gleichnamigen Text von Paul Claudel (1868–1955). Im Jahr 1931 wurde Dupré gebeten, im Rahmen eines literarisch-musikalischen Konzertes über die entsprechende Textpassagen von Claudel auf der Orgel zu improvisieren. Aufgrund des Erfolges entschloss sich der Organist,
die Improvisation aufzuzeichnen.
Die Komposition führt den Hörer mit einer verblüffenden Bildhaftigkeit und exzessiver Klanglichkeit zu den vierzehn Leidensstationen Christi. Die 14 Kreuzwegstationen von der Verurteilung Jesu bis hin zu dessen Grablege sind subtile Meditationen, die über das rein plakative Beschreiben der mitunter sehr dramatischen Szenen hinausgehen. Dupré transzendiert das Geschehen und versucht eine theologische Deutung der Passion.
Der "Kreuzweg" von Marcel Dupré (1886-1971) ist eine der bedeutendsten Kompositionen für Orgel des letzten Jahrhunderts. Meditation, Candlelight und Licht sind gerade in Mode. Das in keine Musik-Gattung einzuordnende Werk geht weit über die konjunkturellen Meditationen hinaus.
Besonders ausgewählte Texte von Gabriele Weichel vertiefen die besondere Bildhaftigkeit der Komposition und der Szenerie und transportieren das Geschehen auf die persönliche Situation der Menschen in ihrem Alltag.
Zeitgleich findet die Kreuzausstellung der 1984 nach Ahlen gekommenen Künstlerin Heide Evers statt. Die Freude an der Kunst und der schöpferischen Tätigkeit hat sie ein Leben lang begleitet.
Ihr Kreuzweg umfasst 14 Stationen auf 30x30 cm Platten, bearbeitet mit unterschiedlichen Materialien, zu sehen ab dem 22.03.26 in der Kunst-und Kulturkirche St. Bartholomäus. Im Konzert werden die jeweiligen Exponate der Stationen in einer Art Multivision auf Leinwand zu sehen sein.
Der Eintritt ist frei.