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18. Ökumenischer Haldenkreuzweg

„Gegen das Vergessen“
Zum „18. Ökumenischen Kreuzweg“ am Samstag, 23. März um 15.00 Uhr laden (v. l.) Martina Jotzeit (Förderverein Ahlener Haldenkreuz) Pfarrerin Dr. Petra Gosda (Evangelische Kirchengemeinde Ahlen), Pfarrer Willi Stroband (Katholische Kirchengemeinde St. Bartholomäus Ahlen), Inge Piskorski (Förderverein Ahlener Haldenkreuz) sowie Religionslehrer Shabo Hanna (Syrisch-orthodoxe St.-Georg-Gemeinde) ein. Foto: Detlef Peter Jotzeit

Ahlen (det). Der „Ökumenische Kreuzweg“, der am Samstag, 23. März, ab 15 Uhr auf der Ahlener Osthalde stattfindet, wird „erwachsen“. Bereits zum 18. Mal haben alle Bürger und Bürgerinnen die Möglichkeit, aktiv mitzugehen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zum 800-jährigen Stadtjubiläum steht die Veranstaltung unter dem Leitmotiv „Gegen das Vergessen“.

Beleuchtet werden nicht nur die etwas entfernte und nähere Geschichte Ahlens, sondern auch die aktuellen Sorgen und Nöte der Menschen. Gleichzeitig wird durch den Leidensweg Jesu ein Zeichen gegen die Glaubensvergessenheit gesetzt.

Einmal mehr bemühen sich der Förderverein Ahlener Haldenkreuz als Organisator sowie die christlichen Gemeinden in Ahlen (katholisch, evangelisch, evangelisch-freikirchlich und syrisch-orthodox), die Botschaft Jesu mit politisch und persönlich aktuellen Themen zu verstärken und zu gestalten. So stand vor zwei Jahren der damals gerade begonnene Krieg in der Ukraine im Mittelpunkt. 2023 bildeten die Themen Krieg, Krisen, Armut und Klimawandel Schwerpunkte.
Noch vielfältiger ist der diesjährige Kreuzweg aufgestellt. „Wir erinnern daran, dass im November 1939 der damalige Rat der Stadt der Reichsregierung Ahlen als Juden frei gemeldet hatte. Aber auch daran, dass am 3. Februar 1947 der Zonenausschuss der CDU der britischen Zone das Ahlener Programm, mit dem die Union nach dem Zusammenbruch des Nationalsozialismus eine grundlegende soziale und wirtschaftliche Neuordnung anstrebte, verabschiedete“, nennt Martina Jotzeit, Vorsitzendes des Fördervereins Ahlener Haldenkreuz, zwei wichtige Punkte. Und ergänzt: „Hätten Sie gewusst, dass die Hexenverfolgungen in Ahlen 1574 mit dem Tod von vier Frauen begannen?“

Des Weiteren geht es um Dr. Paul Rosenbaum, der in einer tollkühnen Rettungsaktion die Stadt Ahlen vor der vollständigen Zerstörung rettete, sowie Therese Münsterteicher, die ganz unspektakulär mit dem Herz auf dem rechten Fleck, in den Jahren der NS-Herrschaft ihrer jüdischen Freundin Rosa Moszkowicz und deren Familie zur Seite stand. Weitere Themen sind unter anderem „Menschen ohne Lobby“, die Trennung der Stadt in „vor und hinter der Bahn“, die Stadtbrände, das Leid der Mütter, persönliche Anliegen und Grenzen sowie die „Verdunstung des Glaubens“.

An dem Kreuzweg am Samstag vor Palmsonntag beteiligen sich Vertreter aller christlichen Gemeinden in Ahlen. Bereits zum zweiten Mal mit von der Partie ist der Musikverein Vorhelm mit rund 20 Musikern unter der Leitung von Dirigent Norbert Hennenberg und Kapellmeister Ralf Untiedt. Darüber hinaus gestaltet der Jugendchor der aramäischen Gemeinde einmal mehr den Kreuzweg musikalisch mit.

Der Kreuzweg, der aus 14 künstlerisch gestalteten Stationen aus Cortenstahl besteht (jeweils rund 1,5 Meter hoch und 40 Zentimeter breit) und in den ersten Jahren nur durch Flatterband kenntlich gemacht worden war, wurde im Jahr 2019 eingeweiht. Die Traditionsveranstaltung erfuhr dabei eine überwältigende Resonanz. Mehr als 450 Gläubige nahmen trotz des unbeständigen Wetters (Regen, Hagel, Sonnenschein) teil.

Die Organisatoren bitten alle Teilnehmer, festes Schuhwerk anzuziehen und vielleicht auch an einen Regenschirm zu denken. Noch ein wichtiger Tipp: Bedingt durch die Baumaßnahmen für die Osttangente (Umgehung) mussten mehrere Stelen im Bereich des Haldensockels abmontiert und umgesetzt werden. Der Ausgangspunkt des Kreuzwegs wurde aus diesem Grund um rund 300 Meter verlegt. Erster Treffpunkt ist aber nach wie vor der Parkplatz Bergamtstraße (hinter der ehemaligen Lohnhalle der Zeche Westfalen / Kletterhalle Rockvibes).

Hintergrund: Der Kreuzweg hat für die Stadt Ahlen und deren Bürger eine besondere Bedeutung. Die Aufstellung der Stelen war von allen christlichen Gemeinden in Ahlen (katholisch, evangelisch, evangelisch- freikirchlich, syrisch-orthodox und griechisch-orthodox) unterstützt worden. Landrat Dr. Olaf Gericke erinnerte bei der Einweihung daran, dass die Zeche und die Halde zwar schon immer eine Landmarke gewesen seien. Der Kreuzweg mit den Stelen sei allerdings eine Landmarke des Glaubens für den Kreis und das ganze Münsterland.
Weitere Infos auf der Homepage des Fördervereins unter www.haldenkreuz.de . Dort sowie auf YouTube sind auch die Aufzeichnung des Kreuzwege 2020 und 2021 veröffentlicht.

Ökumenischer Kreuzweg für die Schöpfung

17. Kreuzweg auf die Halde
„Ich will Euch Hoffnung und Zukunft geben (Jer.29,11)“ unter diesem Leitwort stand der Kreuzweg auf die Halde am Samstag, 01.04.2023. Vom Parkplatz an der Bergamtstraße gingen wir gemeinsam auf das Plateau der Osthalde. In diesem Jahr beteten wir für die Bewahrung der Schöpfung als Auftrag, für die Verantwortung von uns Menschen für die Natur, für unsere Mitmenschen und für uns selbst. Die Schöpfung ist ein Geschenk, zudem wir selbst gar nichts beigetragen haben.

Informationen zu den ökumenischen Veranstaltungen in Ahlen finden Sie auch auf der Homepage ÖKUMENE: oekumeneahlen.wordpress.com