„Christus ist die Mitte unseres Tuns.“ Unsere Vision

St. Lambertus

St.-Lambertus-Kirche
St.-Lambertus-Kirche Kirchstraße 4a
59229 Ahlen

Rückblick: Wiedereröffnung der St.-Lambertus-Kirche

Am Ostersonntag durften wir einen ganz besonderen Festgottesdienst in unserer frisch renovierten Kirche feiern. Das feierliche Orgelspiel von Martin Göcke und die Klänge der Trompete erfüllten den Raum, während das österliche Licht eine ganz besondere Atmosphäre schuf.
Im Anschluss sorgte das Kirchortteam für ein gemütliches Beisammensein mit Sekt, kalten Getränken und Fingerfood.
Ein riesengroßes Dankeschön an alle, die diesen Tag mit so viel Engagement und Herz vorbereitet und möglich gemacht haben.
Der Gottesdienst wurde im Livestream übertragen und kann auch nachträglich auf unserem YouTube-Kanal angeschaut werden: Ostermesse 11:00 Uhr aus der St. Lambertus Kirche Dolberg 05.04.2026

Die St.-Lambertus-Kirche strahlt wieder!

Nach neunmonatiger Renovierung öffnet der Mittelpunkt des Dorfes zu Ostern wieder seine Türen
Endlich ist es nun soweit! Nachdem sich im vergangenen Jahr der Beginn der Renovierungsarbeiten der Dolberger St.-Lambertus-Kirche aufgrund von Personalwechseln im Generalvikariat in Münster zunächst verzögert hatte, stehen diese nun vor dem Abschluss.

Die Kirche ist neu gestrichen worden und strahlt in hellem weiß. Die Beleuchtung ist auf moderne und energiesparende LED-Technik umgerüstet worden und eine neue Lautsprecheranlage hat Einzug in die Kirche gehalten. Die Bänke haben wir einkürzen lassen und nun gerade aufgestellt – nicht mehr nach dem früheren Fischgrät. Das macht den Kirchenraum optisch ruhiger und aufgeräumter. Filzauflagen sorgen für angenehmes Sitzen, insbesondere in der kalten Jahreszeit.

Die Bänke im hinteren Bereich der Kirche sind weggefallen. Hier ist eine Begegnungsfläche für verschiedenste Anlässe wie zum Beispiel das Kirchturmcafé entstanden. Am Gründonnerstag wird dort nach der Messe vom letzten Abendmahl die Agapefeier stattfinden. Das Taufbecken haben wir wenige Meter Richtung Kapelle versetzt, damit es nicht mehr an der Engstelle zwischen Säule und Bogenpfeiler steht und bei Tauffeiern die Möglichkeit besteht, sich rund um das Taufbecken zu versammeln.

Im Flur zur Sakristei ist eine kleine Küchenzeile eingebaut worden, in der alles Notwendige zur Verfügung steht, um nach dem Gottesdienst eine Tasse Kaffee oder Kaltgetränke anbieten zu können.

Ein Wermutstropfen bleibt die Tatsache, dass sich die Sicherungsarbeiten am Gewölbe der Kapelle noch hinziehen. Hier sind größere Schäden zutage getreten als zunächst angenommen und die Nachfinanzierung ist zunächst zu klären.

Wir freuen uns über die schöne „neue“ Lambertus-Kirche und laden herzlich zum feierlichen Wiedereröffnungsgottesdienst am Ostersonntag um 11.00 Uhr ein. Die Festmesse wird auch im Live-Stream übertragen. Im Vorfeld besteht schon am Gründonnerstag bei der Abendmahlsmesse um 18.00 Uhr die Gelegenheit, den Kirchenraum zu erleben und in Augenschein zu nehmen.

Ein herzliches Dankeschön geht an das Kirchortteam, das die Arbeiten eng begleitet hat! Wir danken allen Dolbergerinnen und Dolbergern, die die Renovierung und deren Vorbereitung durch Spenden oder tatkräftiges Anpacken unterstützt haben. Danke den fleißigen Näherinnen der Bankauflagen, dem Küchenaufbauteam und allen weiteren Beteiligten. Ein besonderer Dank gilt dem Architekturbüro „soan“, namentlich den Architektinnen Judith Kellersmann und Katharina Glorius für die gelungene Umgestaltungsmaßnahme!

Bernd Egger und Ralf Peters

Heiliger St. Lambertus von Maastricht

Patron der St.-Lambertus-Kirche

Lambert, Lambertus oder Lautpert – bedeutet, aus dem Althochdeutschen übersetzt: Der glänzende Landbesitzer. Geboren um das Jahr 635 in Maastricht, wird er im Jahr 670 zum Bischof von Maastricht geweiht. Keineswegs passiv oder bequem, engagiert sich Lambertus vielmehr stark in seinem Amt. Zusammen mit dem Heiligen Willibrord erneuert er das Bistum und verbreitet den christlichen Glauben diesseits und jenseits von Rhein und Maas. Ohne sich zu wehren, wird Lambertus im Jahr 705 ermordet, während er betend in seiner Kapelle kniet. Schon früh gilt er als Märtyrer, und wird als der „Heilige der Friedfertigkeit“ verehrt.

Mit unserem Kirchenpatron, dem Heiligen Lambertus, erbitten wir von Gott die Kraft der FRIEDFERTIGKEIT für das Miteinander in unserer neuen Pfarrei:
In unseren Gremien und Gruppen, in unseren Verbänden und Häusern.

(aus: Gründungsgottesdienst am 24.08.2014 mit Vorstellung der spirituellen Aspekte der sieben Heiligen unserer Kirchenpartrozinien in St. Bartholomäus)

Chronik der St.-Lambertus-Kirche

Chronik St. Lambertus
1193 Erste urkundliche Erwähnung der Pfarre Dolberg, die zusammen mit Vellern, Lippborg, Uentrop, Heessen, Hövel und Bockum als Teil des Archidiaconats St. Martin genannt wird. Die Kirche wurde vermutlich zwischen 1150 und 1193 von den Inhabern des Oberhofes Dolberg gegründet.
Anfang 14. Jh. Kirchenneubau aus Stein. Sie ist der älteste Teil der Kirche, die heutige Kapelle. Die Vorgängerkirche war vermutlich ein Fachwerkbau.
1565 Erweiterung der Kirche mit einem Neubau. Hiermit wurde die bestehende Kirche mit dem bestehenden Turm verbunden.
1726 Erweiterung des Kirchenraumes. Der Turm wurde mit Bogen zum Kirchenraum geöffnet.
1901 bis 1903 Bau der neuen Kirche. Die alte Kirche wurde einbezogen, der Turm abgebrochen und neu gebaut.
21.10.1903 Weihe der neuen Kirche durch Bischof Hermann Dingelstad
Mai 1974 Weihe des neuen Altares durch Weihbischof Lettmann
1993 Jubiläum "800 Jahre Kirchengemeinde St. Lambertus"
19.07.2001 Bildung einer Seelsorgeeinheit mit St. Josef und St. Gottfried
2003 Jubiläum "100 Jahre neue Kirche"
02.12.2007 Fusion zur Pfarrgemeinde St. Bonifatius. Die drei Gemeinden der Seelsorgeeinheit wurden zu einer Pfarrgemeinde zusammengeführt.
24.08.2014 Fusion zur Pfarrei St. Bartholomäus. Die aus Fusionen hervorgegangenen Gemeinden St. Bartholomäus, St. Bonifatius und St. Marien wurden zu einer Pfarrei zusammengeführt. Hiermit sind die ehemals sieben Gemeinden Ahlens (ohne Vorhelm) in einer Pfarrei vereinigt.
Alte Kirche von 1565
aus: Stadtarchiv Ahlen, Nachlass Heinz Loermann
Kirche um 1910
aus: Stadtarchiv Ahlen, Nachlass Heinz Loermann

Text der Stadt Ahlen zum Tag des offenen Denkmals 2026

Die Dolberger Pfarre wird bereits 1193 erstmals urkundlich erwähnt und geht wohl auf die Gründung durch den Edlen Werner von Dolberg zurück. Zu dieser Zeit wurde vermutlich ein kleinerer romansicher Vorgängerbau an diesem Standort errichtet.
Der darauf folgende gotische Kirchenbau aus Soester Sandstein stammt aus dem 14. Jahrhundert. Er ist nach Osten ausgerichtet und findet sich noch heute in dem Erweiterungsbau in weißem Kalkstein-Bossenmauerwerk aus dem Jahr 1901 wieder.
Diese neogotische Saalkirche, die durch den Mainzer Dombaumeister Ludwig Becker errichtet wurde, ist mit ihrem polygonalen Chor nach Süden ausgerichtet, so dass die Kirche des 14. Jahrhunderts heute die Eingangshalle und die Seitenkapelle bildet.
Der gotische, geostete Kirchenbau aus dem 14. Jahrhundert ist bis auf den ehemaligen Westturm und das Dach erhalten. Die zentrale Säule im Kirchenaltbau trägt das Datum 1565.
Im Jahr 2008 wurden dank der Inventarisation der in Dolberg ansässigen Architektin Gabriele Lembken der Denkmalumfang um 48 Ausstattungsgegenstände erweitert.
Im Zusammenhang mit den mehrfachen baulichen Veränderungen der Kirche wurden wohl auch Teile der Ausstattung gewechselt, so dass sie ein wichtiger Bestandteil der Geschichte der Kirche St. Lamberti in Dolberg darstellen.
Stücke wie die beiden Figurengruppen aus dem 17. Jahrhundert, die Doppelmadonna aus dem 16. oder der Kruzifix aus dem 15. Jahrhundert verweisen auf die frühe Ausstattung der Kirche.
In den Jahren 2021 bis 2024 mussten aufwändige Unterfangungsarbeiten an dem älteren Teil der Kirche durchgeführt werden, da sich dieser Gebäudeteil stark absenkte und Risse zeigte. Dabei fand man direkt an der nördlichen Aussenmauer der gotischen Kirche ein Steinplattengrab, das wohl um 1200 angelegt wurde, also in der Zeit des ersten romanischen Kirchenbaus.
Weitere Sanierungsarbeiten im Gewölbe des älteren Kirchenteils deckten wertvolle Freskenmalereien auf, die vollflächig freigelegt und untersucht werden sollen.
Quelle: Stadt Ahlen, zum Tag des offenen Denkmals 2026