„Unser Leben, Beten und Feiern berücksichtigt die unterschiedlichen Altersgruppen, Begabungen, Lebensformen und Lebenswelten.“ Unsere Vision

St.-Bartholomäus-Kirche

Kirchplatz 1, 59227 Ahlen

Renovierung unserer Pfarrkirche

Vorentwurf des Architekturbüros Christian Tripp

Liebe Gemeinde,
das Kirchortteam St. Bartholomäus hat Ihnen im Oktober 2019 einen Überblick über den damals aktuellen Stand der Renovierungsmaßnahmen an der Pfarrkirche St. Bartholomäus gegeben.

Zugegeben, nach etwas mehr als einem Jahr ist auf den ersten Blick nichts weiter geschehen.
Die Altarinsel befindet sich  – obwohl stark renovierungsbedürftig und ungenügend für die heutigen liturgischen Ansprüche geeignet – immer noch im selben Zustand wie seit 40 Jahren!
Der Turm ist wegen mangelnder Verkehrssicherheit nach wie vor für Begehungen gesperrt!
Immerhin konnte die Heizung – nach einigen Verzögerungen – dann doch im Dezember 2020 ausgetauscht werden.

Sicherlich hat die Pandemie-Lage auch zu den Verzögerungen beigetragen. Darüber hinaus gab es „hinter den Kulissen“ einige Entwicklungen, über die Sie das Kirchortteam heute informieren möchte.

Nach wie vor sprechen wir von drei Baumaßnahmen in der Pfarrkirche St. Bartholomäus:
1. Innenrenovierung Kirchturm und Dachsanierung Langschiff:
Infostand im Oktober 2019 war: Renovierung während des laufenden Kirchenbetriebs (ohne Schließung der Kirche) im Jahre 2020.
Anfang 2020 wurde bereits begonnen, die Wartungsstege zu erneuern. Später tauchten Probleme mit der Statik auf. Die Lösungssuche dauerte einige Zeit; auch weil einige Ansätze außerhalb des Budgets lagen.
Im Sommer gab es dann eine Neuentwicklung in der Finanzierungsfrage: Das Land NRW hat sich im Rahmen seines Denkmalschutzprogramms mit 22% an den Gesamtkosten beteiligt. Die Frage nach der Aufteilung dieses Zuschusses zu Gunsten des Bistumsanteils, oder des Pfarreianteils, führte zwischenzeitlich zu einer Meinungsverschiedenheit mit dem Bistum. Daher fehlten notwendige Genehmigungen für die weitere Sanierung. Nach wenigen Wochen gab es jedoch eine Einigung.
Ende des Jahres konnten dann die weiteren Ausschreibungen gestartet werden, sodass ab Februar 2021 die Sanierungsarbeiten fortgeführt werden sollen.

2. Umgestaltung der Altarinsel:
In unserem letzten Infoschreiben über die Renovierungsmaßnahmen berichteten wir von Unstimmigkeiten mit dem Bistum über die Notwendigkeit der Maßnahme. Im Oktober 2019 wollte sich das Bistum finanziell nicht an der Renovierung beteiligen und versagte sämtliche weitere Genehmigungen!
Das konnte für unsere Pfarrei nicht „das letzte Wort“ gewesen sein. Der Kirchenvorstand wagte daher einen erneuten Vorstoß beim Bistum und lud die Entscheidungsträger des Generalvikariats zu einem Ortstermin in die St.-Bartholomäus-Kirche ein.
Bei dem Treffen im Februar 2020 überzeugte der Kirchenvorstand die Bistumsvertreter von der Notwendigkeit der Maßnahme. Man einigte sich auf eine finanzielle Obergrenze. Im Rahmen dieser Höchstgrenze wurde eine 50:50 Kostenteilung für Bistum und Pfarrei vereinbart. Ausgenommen wurde dabei jedoch der Kirchenanstrich, der nicht vom Bistum bezuschusst wird. Der Kirchenanstrich erfolgt dennoch; er wird aus Pfarreimitteln finanziert.
Im vereinbarten Budget können nun nicht mehr alle Ideen aus der Ursprungsplanung umgesetzt werden; z. B. wird nur noch der Windfang am nördlichen Eingang (Hochzeitspforte) zurückgebaut. Einige Kunstgegenstände und die Medientechnik fallen ggfs. der „Streichliste“ zum Opfer.
Die Verwaltung hat schließlich einen Investitionsantrag und einen Finanzierungsplan vorbereitet, über den die Bistumsverwaltung im November 2020 entschieden hat. Die Genehmigung für die Maßnahme liegt nun vor.
Detailplanungen (Erstellung eines Bauzeitenplans, Ausschreibungen, Vergaben, etc.) können nun beginnen, sodass die Sanierung ab September 2021 geplant ist. Die Dauer der Sanierung wird mindestens sieben Monate betragen.
Dafür muss die Kirche – wie bereits im Extrablatt von Oktober 2019 angekündigt – vollständig geschlossen werden. Der genaue Zeitraum der Kirchenschließung wird über unsere bekannten Medien (Wochenbrief, Homepage, Tagespresse) zu gegebener Zeit veröffentlicht.

3. Heizungsaustausch:
Der Austausch der Heizung war ursprünglich für den Spätsommer 2019 angedacht. Nachdem der erste Ausschreibungsversuch mangels abgegebener Angebote gescheitert war, beschloss der Kirchenvorstand die Heizperiode (Oktober 2019 bis April 2020) mit der alten Heizung durchzustehen.
Gleichzeitig wurde eine neue Ausschreibung gestartet, die schließlich auch zu einer Auftragsvergabe führte.
Die hohe Auftragslage und unsere Abhängigkeit von der beauftragten Spezialfirma führte zu weiteren Verzögerungen beim Austausch der Heizung. Zu Beginn der neuen Heizperiode im Oktober war die neue Heizung noch nicht einsatzbereit; im Dezember – pünktlich zum Weihnachtsfest - konnte die Anlage schließlich in Betrieb genommen werden.

Wir hoffen, Ihnen hiermit einen guten Überblick über den aktuellen (Zwischen-) Stand der Bau- und Sanierungsmaßnahmen an der Pfarrkirche St. Bartholomäus gegeben zu haben.
Für weitere Fragen stehen Ihnen das Kirchortteam St. Bartholomäus, oder die Mitglieder des Kirchenvorstands gerne zur Verfügung.

Herzliche Grüße,
das Kirchortteam St. Bartholomäus

Aktueller Zustand der Altarinsel vor dem Umbau - Foto: Dominik Pfau

Geschichte der Pfarrkirche

St. Bartholomäus ist eine der Urpfarren des Münsterlandes. Vor ca. 1200 Jahren, nach den Sachsenkriegen, entstand in unserer Stadt die erste christliche Gemeinde. Der Legende nach soll der hl. Liudger hier einen Blinden geheilt haben. Dieses Ereignis kann man seiner Lebensbeschreibung entnehmen.
Nach dem Stadtbrand von 1483 wurde die heutige, spätgotische Hallenkirche errichtet. Seit dieser Zeit versammeln sich Menschen unserer Stadt hier zum Gebet. Nach dem Zusammenbruch des Turmes 1811 entstand der heutige Turm im Stil des Klassizismus.
Das Bauwerk entspricht dem Selbstverständnis des mittelalterlichen Menschen. Seit 500 Jahren werden hier Kinder getauft, Braut und Bräutigam geben sich das Ja-Wort und für Verstorbene werden Gedenkgottesdienste abgehalten. In diesem Jahr ist es genau 500 Jahre her, seit das Sakramentshaus im Chorraum errichtet wurde.
Wer sich genauer über unsere Kirche informieren möchte, kann eine meditative Kirchenführung in 17 Stationen durchleben.

> Meditativer Kirchenführer

Mehrmals im Jahr werden öffentliche Kirchenführungen angeboten. Diese werden entweder auf Anfrage durchgeführt, oder es wird zu öffentlichen Terminen eingeladen, welche Sie der Zeitung und dem Wochenbrief entnehmen können.

Die Wahrhaftigkeit des heiligen Bartholomäus

Wer war dieser Bartholomäus?
Wir wissen nicht allzu viel über ihn. Er steht nie im Mittelpunkt.
Es werden von ihm keine besonderen Ereignisse überliefert.
Johannes erwähnt einen Freund des Philippus namens Natanael.
So kam es, dass schon bald Natanael und Bartholomäus gleichgesetzt wurden. Die kirchliche Tradition geht davon aus, dass Natanael und Bartholomäus identisch sind.
„Bar-tolomai“ (aus dem Aramäischen) heißt auf deutsch „Sohn des Tolomai“. Bartholomäus war wohl der Beiname des Apostels.
Sein eigentlicher Vorname war wohl Natanael: Natanael, der Sohn des Tolomai (wörtlich: „des Furchenziehers“).

Als Jesus Natanael auf sich zukommen sieht, ruft er aus: „Da kommt ein echter Israelit, ein Mann ohne Falschheit!“ Jesus macht Natanael keine Vorwürfe wegen seines Misstrauens und seiner Skepsis. Er nimmt ihm das nicht übel. Im Gegenteil: Er erkennt und anerkennt seine Offenheit, seinen Freimut, seine Ehrlichkeit. Er sieht in ihm einen Menschen, der das Herz auf dem rechten Fleck hat, ein durch und durch ehrlicher Mann, ein echter Israelit, der in der Tiefe seines Herzens nach Gott sucht. „Ein Mann ohne Falschheit.“ also aufrichtig, grundehrlich, geradeaus. Ein Mensch ohne Falschheit hat nichts Feiges und Verlogenes an sich. Wort und Tun stimmen überein.
Wahrhaftigkeit ist eine wichtige christliche Tugend. Sie drückt eine Lebenshaltung aus, um die wir immer wieder ringen sollen und um die wir immer wieder beten können, nämlich glaubhafte und glaubwürdige Menschen zu sein, Menschen, deren Wort und Verhalten wahrhaftig sind.
So sind wir mit unserem Namenspatron St. Bartholomäus ganz eingebunden in die Nachfolge Jesu.
Wie er mit seinem Leben eingestanden ist für diese Botschaft des Evangeliums, so sind auch wir eingeladen, die Wahrhaftigkeit des Bartholomäus im Alltag in Wort und Tat lebendig werden zu lassen.

(aus: Gründungsgottesdienst am 24.08.2014 mit Vorstellung der spirituellen Aspekte der sieben Heiligen unserer Kirchenpartrozinien in St. Bartholomäus)

 

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