„Wir ermöglichen in der Weite der Pfarrei Beheimatung, Nähe und Gemeinschaft.“ Unsere Vision

Geschichte des Chores

Seit der Weihe der neuen Kirche im Jahre 1904 übernahm der MGV Cäcilia die musikalische Gestaltung der Gottesdienste.

Eine Kontroverse zwischen Pfarrer Mering und dem Chor führte zur Gründung eines speziellen Kirchenchores. Der Pastor kam der Forderung, Geld für Noten bereitzustellen, nicht nach, so dass der MGV sich weigerte, Weihnachten zu singen.

Ignaz Ueter, Chorleiter des MGV und Organist an St. Marien, erhielt den Auftrag, einen Kirchenchor zu gründen.

" Mehre Männerstimmen traten aus dem Männergesangverein aus, suchten noch einige Stimmen beim Kirchenvorstand und aus der Gemeinde und probten Lieder zum Weihnachtsfest für Vorsänger und Chor", so schilderte es ein damals Beteiligter.

Am 5. Oktober 1922 wurde der Kirchenchor St. Gregorius gegründet. Bereits Weihnachten gelang es, "den Gottesdienst durch mehrstimmigen Gesang zu verschönern."

Kontinuierlich entwickelte sich die neue Gemeinschaft. Chorproben, Kommersfeiern, Ausflüge förderten den Zusammenhalt.

1927 wurde in einem feierlichen Levitenamt eine eigene Vereinsfahne geweiht und mit befreundeten Chören im Kettelerhaus gefeiert.

 

Aus dem Protollbuch des Kirchenchores St. Marien

"15.05.1927 Ein besonders bedeutungsvoller Tag für den Kirchenchor, der Tag der Fahnenweihe. Um 1/2 11 Uhr feierliches Levitenamt mit Festpredigt von Präses Pfarrer Mering und anschließend Weihe der Fahne. Abends Feier im Kettelerhaus, an der die Chöre von St. Bartholomäus und St. Josef teilnahmen. "Die Fahne, eine sogenannte Schwenkfahne, ist hergestellt aus dem schwersten Seidenbrokat in blauer Farbe mit eingeschobenen Rändern und Ecken, mit feinster Seidenborde eingefaßt. Das Mittelbild zeigt Papst Gregorius, auf dem Thron sitzend, in festlichem Ornat, den Blick zum Himmel gewandt, die Charakterzüge fein ausgearbeitet, neben sich den hl. Geist in Gestalt einer Taube, in der rechten Hand die Feder, das aufgeschlagene Buch auf den Knien, die linke Hand erhoben. Die geschmackvolle Farbverteilung, sowie die sehr feine Ausführung der Handstickerei geben dem Gesamtbilde eine vornehme Wirkung. Auf der Rückseite der Fahne befindet sich die Davidsharfe, vom Titel des Vereins < St. Gregorius- Kirchenchor Ahlen St. Marien 1923 > eingeschlossen. Als Abschluß dient eine zu den Grundfarben harmonierende Gobelinfranse". Die Fahne wurde von der Firma Glahs-Egeling in Münster zum Preise von 775,-- RM geliefert. Der Kirchenchor von St. Josef stiftete den ersten silbernen Fahnennagel.""

Die Weihnachtsfeier 1935 führte zu einem Konflikt mit den Nazis. Gegen den Vorstand wurde der Vorwurf erhoben, die Wurstwaren beim Juden Spiegel gekauft zu haben.

In den Kriegsjahren 1940 - 45 unterbrach der Chor seine Tätigkeit nicht, hatte aber zeitweise nur 14 - 16 Sänger.

Matthias Büchel, nach Ahlen evakuiert, baute den Chor nach dem Krieg wieder auf. Es entstand ein gemischter Kirchenchor aus dem "Jugendchor von St. Marien" und dem "Männerchor". Als besonders Ziel setzte man sich zunächst die Pflege des Chorals und des Kirchengesangs. Jeden Sonntag wurde ein Choralamt gesungen.

Aus dem Protokoll der Jahreshauptversammlung vom 4. September 1956

"Der Präses, Herr Pastor Overlack, verlas und erläuterte die neue Diözesanordnung, die für alle Kirchenchöre verbindlich ist, und nach der der Kirchenchor den Namen seiner Pfarrei zu tragen hat. In unserem Falle wurde eine Umbenennung erforderlich , so daß ab heute an Stelle der bisherigen Bezeichnung "Kirchenchor St. Gregorius" der Chor den Namen " Kirchenchor St. Marien" führt. Auch die Zusammensetzung des Vorstandes änderte sich durch die neuen Statuten. Es werden hiernach in den Vorstand gewählt: Präses und erster Vorsitzender= der Pastor der Pfarre, Sprecher des Chores = 2. Vorsitzender, Dirigent, Schriftführer, Kassenwart und Notenwart."

In den 60er Jahren wurden im Bistum Münster alle Kirchenchöre nach der Pfarrei benannt. So erhielt die Chorgemeinschaft den Namen "Kirchenchor St. Marien".

1971 initiierte Hans Deppe die Reihe "KIRCHENMUSIK IN ST. MARIEN". Seitdem fanden in der Marienkirche 96 Konzerte für Orgel, Chor und Orchester statt.

Seit 1922 wird eine Statistik geführt. 1.456 mal sang der Chor seit 1946 in Eucharistiefeiern und musikalischen Andachten.

Die Dirigenten

Ignaz Ueter 1922 - 1929 - zugleich bis 1931 Organist an St. Marien, bis zu seinem Tod 1934 Ehrendirigent

Bernhard Arnemann 1929 - 1936

Josef Hinse aus Enniger 1936, 3 Monate

Bernhard Arnemann 1937

Eduard Benning 1937

Josef Hinse 1938

H. Wisnewski 1938, zugleich Chorleiter in St. Josef

Franz Massmeier 1938 - 1944

Josef Büchel 1944 - 1945

Matthias Büchel 1945 - 1955

Ferdi Huißmann 1956 Vizedirigent

Lothar Pennekmap 1956

Herbert Ochsenfarth 1956

Hans Deppe 1961 - 2002

Martin Schumacher 2002

Fahne von 1927
Rückseite
Hans Deppe
Kantorei St. Marien

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