„Unser Leben, Beten und Feiern berücksichtigt die unterschiedlichen Altersgruppen, Begabungen, Lebensformen und Lebenswelten.“ Unsere Vision

Kirchenfenster

Die Glasfenster gestaltete der Künstler Franz Pauli aus Dansweiler bei Köln in Beton. Erstellt wurden sie in der Glaswerkstatt Dr. H. Oidtmann in Linnich.

Schöpfung
Schöpfung

Die Schöpfung

Oben, aus einem gold-gelben Lichtkreis, tritt eine angedeutete helle Hand hervor - durchsichtig, glasklar.
Vielleicht lässt sich ein Zeigefinger erkennen, der Leben benennt, der Richtungen weist, von dem Kraft ausgeht. Von je her haben Menschen daran geglaubt, dass alles, was wir sehen, fühlen und riechen können, durch Gott so geworden ist.
Die braune Kugel darunter könnte unsere Erde darstellen; viele Glassteine stehen in Beziehung zu ihr, deuten die Sterne an, dazu gehören Sonne und Mond.
Darunter das Meer, angedeutet in Wellen. Der rote Farbenhauch des Schöpfungsgeistes schwebt gleichsam über den Wassern.
Links sehen wir eine große Ähre, Abbild für die Pflanzenwelt.
Ganz unten im Fenster ist ein Atommolekül angedeutet, Zeichen dafür, dass Gott im großen Weltall ist - unerforschlich im Makrokosmos - und in der kleinsten Zelle, die wir nicht mehr ausleuchten können - unbegreiflich im Mikrokosmos.
Die große viereckige Spirale im Bild rührt das goldene Rund an, so dass Begegnung wird zwischen dem ganz anderen und denen, die unterwegs sind. Wie in einer Spirale geht es mit unserer Entwicklung weiter.
Wie in einer Spirale geht ER mit uns: Er hat uns aus dem Blau des Wassers gezogen, er führt uns auch in das Gold der Vollendung.
Vom Anfang bis zum Ende, der Weg hat ein Ziel. Durchsichtig klar bahnt er sich einen Weg durch die vielfältige Welt - und immer ist es Gott, der alles umgibt.

Tod und Auferstehung
Tod und Auferstehung

Tod und Auferstehung

Um den Weg des Verstehens mitzugehen, fangen wir mit dem Betrachten unten im Fensterbild an.
Eine angedeutete Dornenkrone und Marterwerkzeuge ‑ die durchsichtige Zange, die blutroten Nägel und Geißel, sie umrahmen das Kreuz. Wie überdimensionale Tränen hängen die blau gefärbten Tropfen an den Wundstellen des Kreuzes.
Alles deutet auf Jesus hin. Er hat sich herabgelassen, bis er 'ganz unten' war. Er hat quer zur damaligen Gesellschaft gelebt, mit seiner Einstellung und mit seinem Handeln.
Mit seinem Gutsein hat er die Menschen herausgefordert und sie zur Entscheidung gezwungen: entweder steht ihr zu mir oder ihr seid gegen mich! und sie brachten ihn um.
In der Mitte des Bildes sehen wir einen golden‑gelben Kelch, oder könnte damit ein Tisch angedeutet sein?
Seit Jesus kennen Christen das Sakrament des Teilens. Sie feiern das Geheimnis des Glaubens immer dann, wenn sie das alltägliche Brot brechen und davon weitergeben.
Sieben rote Strahlen gehen von diesem Gold‑Gelb aus; sieben Sakramente feiern wir und knüpfen dabei an Grunderfahrungen unseres Lebens an.
Oben im Bild geschieht, wie eine Explosion aus dem Nichts, die Auferstehung.
Der feste Rahmen wird gesprengt, das Blau wird aufgebrochen, das Licht bricht sich eigene Bahnen.
Wie die Auferstehung damals geschehen ist, wissen wir nicht; diese Einmaligkeit bleibt für uns ein Geheimnis. Wir wissen nur eines: auch bei den Jüngern hat Seine Auferstehung den 'alltäglichen Rahmen des Fassbaren' gesprengt. Ihr Leben wurde aufgebrochen. Der Glaube an den Auferstandenen brach sich einen Weg durch die Geschichte, bis er Dich und mich erreichte.

Pfingsten
Pfingsten

Pfingsten

Leuchtendes Rot zieht die Aufmerksamkeit auf sich. Der Blick wird nach oben gezogen dorthin, wo drei große Flammen geordnet nebeneinander stehen und sich in der Spitze als ein Flammengebinde bündeln.
Dort oben, aus dem Kreis des göttlichen Hell, tritt ein Mensch hervor. Flammenwerfer Gottes, Christus, der kam, "um Feuer auf die Erde zu werfen," und wie sehr wünschte er, dass es schon brenne (vgl. Lk. 12,49).
Ein Flammenmeer fällt herab. Es verteilt sich und nimmt Raum ein, dringt ein in unsere Geschichte und in Beziehungen.
Heiligster Geist, spürbare und unsichtbare Liebesenergie Gottes, die jedes Herz entzündet!
Heiligster Geist senkt sich herab auf diese Erde, züngelt sich durch blauschwarze Nächte menschlichen Leides, bis er den Tiefpunkt ‑ wie im Fensterbild ‑ erreicht hat. Heiligster Geist teilt sich aus, mit anderen Namen, in anderen Farben. Rote Flammen, weiße Flammen, unkenntlich gemacht als geweinte Träne das einsame Blau im linken Bildteil.
Heiliger Geist Gottes, wir haben Dich festgelegt, "wie ist Deine Name?"
Die Rotfülle ist eingespannt in das Blau des Himmels und der Erde. Von unten nach oben durchziehen Leitersprossen und Bausteine das Bild. Dynamik, Bewegung! Fließen von oben nach unten wie Tropfen; stufenweises Erringen von unten nach oben; das menschliche Leben als "Jakobsleiter".
Du Heiliger Geist Gottes! Entzünde in Deiner Kirche das Feuer der Liebe und ihr Ansehen wird sich erneuern!

Das himmlische Jerusalem
Das himmlische Jerusalem

Das himmlische Jerusalem

Ganz oben im Giebel in der Mitte des Glasbandes, oberhalb der Orgel ist in warmer, gold‑gelber Farbe das Auge Gottes angedeutet. Vollendung, Obersicht, "er wird in ihrer Mitte wohnen", sagt die Geheime Offenbarung der Bibel.
Von dieser Fenstermitte ausgehend streuen sich die hellen Farben nach rechts und links in die Fenster. Sie ordnen sich zu neuen Formen. So sehen wir im rechten Fenster das "Neue Jerusalem", die Stadt des ewigen Friedens.
In ihrer Mitte, umgeben von Glasperlen, das Lamm, Symbol für Christus. Der Betrachter wird sich daran erinnern müssen, wenn er beim Verlassen der Kirche dieses Fenster von außen betrachtet: in der zementierten Raute ist ein Lamm abgebildet.
Noch bewegen wir uns auf der Erde, noch leben wir nicht im himmlischen Jerusalem, wir sind erst unterwegs zum Endgültigen.
Und so wenden wir uns den Fenstern wieder vom Kircheninneren her zu: Perlen umgeben das Lamm. Gemeinden sind wie Peilen, kostbar und einzigartig. Tore und Türme weisen auf die Zuordnung hin.
"Alles ist ihm unterworfen". Es wird nur ein Reich geben; die Geschichte hat ihre Vollendung gefunden.

Ende aller Tage
Ende aller Tage

Das Ende aller Tage

Die sparsame Farbgebung im Fenster mag darauf hinweisen, dass letztlich vor Gott einmal alles durchsichtig wird.
Seinem Auge ist zu trauen, in goldgelber Farbe führt es uns wie eine Brücke herüber in die andere Bildhälfte.
Erfüllte Lebensgeschichte, sei sie kosmisch oder individuell. Erfüllung all dessen, was unter Tränen ersehnt wurde: die Lebensspirale ist vergoldet, hat den Farbton Gottes angenommen. Die Ernte ist reif, golden stehen die Ähren, und es ist die Zeit des Gerichtes.
Die Waage im Fensterbild ist eingetaucht in Gold. Gott, der Barmherzige, wird abwägen, was unsere menschliche Geschichte belastet hat.
Einmal wird Gerechtigkeit sein; einmal wird Recht gesprochen. Und die Vision wird sich erfüllen, die der Seher von Patmos einst schaute:

"Der auf dem Throne saß, sprach: Siehe, ich mache alles neu!" (Offb. 21,5)

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