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Geschichte der Telgter Wallfahrt

Einer alten Legende nach soll das Telgter Gnadenbild aus einer Linde herausgewachsen sein, das heißt von keines Menschen Hand berührt, allein durch Gott gebildet.

Nach Aussagen von Kunsthistorikern entstand das Gnadenbild um 1370.
Seit wann Pilger zur schmerzhaften Muttergottes nach Telgte gekommen sind, ist nicht festzustellen. Die älteste Nachricht über die Verehrung des Gnadenbildes stammt aus dem Jahr 1455, es sind wahrscheinlich Einzelpilger gewesen.
Erst nach dem 30 jährigen Krieg begann im eigentlichen Sinn die Telgter Wallfahrt. 1657 wurde eine neue Wallfahrtskapelle geweiht. Die jetzige Kapelle stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts.

In der Gnadenkapelle erinnert ein Votivbild an die Heilung eines Theodor Westhoff aus Ahlen. Er war taubstumm und litt an Epilepsie. Das Wunder geschah während einer Messe am 11. April 1712.

Es pilgerten sicher damals  auch weitere Ahlener nach Telgte. Dies bezeugt  das Marienbild vom Hof Avenhövel. Es ist nicht bekannt, wann das Bild auf den Hof gekommen ist. Links vom Gnadenbild sieht man eine Darstellung der Gadenkapelle in der ursprünglichen Form. Bemerkenswert ist die Krone mit Rosenschmuck.

Im Pfarrarchiv von St. Bartholomäus liegt eine „Vereinbarung der beiden Pfarrer zu Ahlen in Betreff einer Wallfahrts-Prozession  nach Telgte“ vom 30. Juni 1847. Über die Vorgeschichte ist nichts bekannt. Das Vortragekreuz dürfte aus dieser Zeit stammen. Zunächst führte der Wallfahrtsweg über Hoetmar und Everswinkel nach Telgte. Ab 1860 benutzte die Wallfahrt den heute üblichen Weg.

Bis zum Beginn der 70er Jahre hatten die beiden Pfarrer von St. Bartholomäus und St. Marien die geistliche Leitung. Dann rückten sie von der Vereinbarung von 1847 ab und organisierten eine Wallfahrt nach Stromberg, eine Woche vorher. Die Wallfahrt wurde trotzdem weitergeführt, ohne Priester, ohne Messfeier und ohne Segen zog die Prozession vom Westtor los. Die Zahl der Pilger nahm ab. 1899 war wieder eine geistliche Begleitung bei der Wallfahrt, nachdem die Zahl der Pilger zugenommen hatte.

1904 kam der Vorschlag einen Teil der Wallfahrt mit der Landeseisenbahn zurückzulegen. Dies wurde von der Wallfahrtsleitung abgelehnt. Aus den Veröffentlichungen aus dieser Zeit kann man erkennen, dass die Leitung der Wallfahrt in der Hand von Ordnern und Vorbetern lag, nicht so, wie es zu Anfang der Wallfahrt war.

 

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