„Wir engagieren uns im Dialog mit den christlichen Konfessionen, Gläubigen anderer Religionsgemeinschaften und allen Menschen guten Willens.“ Unsere Vision

Ostergruß 2020

von Pfr. Dr. Ludger Kaulig
„Christus ist die Mitte unseres Tuns.“ 
Manche können das mit Entschiedenheit so sagen, ja, sogar mit Begeisterung. Andere würden den Punkt gerne durch ein Fragezeichen ersetzen. Wieder andere ahnen, dass solch ein schlichter Satz zu gefährlichen Untiefen neigt, leicht dahingesagt zur leeren Chiffre werden kann. Was heißt schon „Mitte“? Es ist eine räumliche Metapher, die sozusagen in der Geographie unseres Lebens eine Entsprechung sucht. Reale Räume, die das darzustellen versuchen, können dabei helfen: unsere Kirchen.

Schon am ersten Fastensonntag fügten wir in den Zyklus unseres Fastenbildes ein Foto aus der St.-Ludgeri-Kirche ein. Es zeigt das Taufbecken. In keiner anderen unserer Kirchen ist es so zentral platziert. Und tatsächlich: Man könnte sagen, es ist der Nabel unserer Welt, erinnert so an die Leben sichernde Verbindung im Mutterleib. Unsere Tradition verwendet hier auch das Bild vom Mutterschoß, aus dem wir zu neuem Leben geboren werden. Das setzt zwangsläufig einen Tod voraus; das Taufbecken ist auch Bild jenes Grabes, das sich im österlichen Geschehen von der Sackgasse zum Durchgang wandelt. Mit schwindelerregender Leichtigkeit feiern wir meist die Taufe, erfassen in der Freude am neuen Leben kaum das Drama dieses Durchgangs, wischen vielleicht etwas zu eilig den Tod beiseite. Speziell die Osternacht gibt uns jeweils eine neue Gelegenheit, das mit Bedacht noch einmal zu betrachten, dem in der Tauferneuerung zuzustimmen.

In der mehr als sonst eigenartigen Osterfeier dieses Jahres werden nicht nur manche Elemente fehlen und vor allem Sie. Rundherum ist so viel von unserem Leben erstarrt, eingefroren, wie tot, dass uns fast nichts anderes übrig bleibt als, aus der Zerstreuung, von den bunten Rändern unserer Welt, einzukehren in unsere Mitte. Mag sein, dass diesmal die Erinnerung an die Taufe mehr denn je als Eintauchen in den Tod erfahrbar wird, dass sich das österliche Drama mischt mit den düsteren Farben der Angst um Gesundheit und Arbeit, um uns und um die, die uns nahestehen. Wir brauchen diesmal vielleicht weniger als sonst die Hilfe der alten Bilder von der Sintflut und dem Durchzug durch das Rote Meer, um die Bedrängnis greifbar zu machen.

Der Taufritus verzichtet – wohl aus praktischen Gründen – auf das Eintauchen und beschränkt sich längst auf sanftes Übergießen, die Tauferneuerung gar auf das Besprengen mit ein paar Wassertropfen. Wir verlieren so das Bild des Aufatmens, Nach-Luft-Schnappens beim Auftauchen, ein starkes Bild des neuen Lebens.

Ich hoffe aber, dass Sie gerade in der (Grabes-)Stille dieser Tage andere Zeichen dieses neuen Lebens entdecken, Keimlinge in der Mitte, die uns geblieben ist, bei uns selbst, in Ihren Familien, in unseren Kirchen, in Momenten einer beredten Stille, in einem Buch, das Ihnen in die Hände fiel, im Silberstreif einer Nachricht, die Hoffnung macht, in einer Erinnerung, die sich aufdrängt oder aufleuchtet, einer Hoffnung, einem Wunsch…

Ich wünsche Ihnen, dass Ihnen da Christus begegnet unter der Gestalt in den Zeichen dieser Welt, in die er sich hineingegeben hat und die er durchwirkt wie ein Impfstoff mit seinem Tod und seiner Auferstehung, dass wir erfahren, erkennen, benennen und bejubeln können:
Wir sind längst immun gegen den Tod! Dieses Leben, Gottes Leben kann uns niemand nehmen!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen –
auch im Namen des ganzen Seelsorgeteams –
ein frohes und gesegnetes Osterfest.                 
                                          
Pfr. Dr. Ludger Kaulig

Osterdank 2020

Christus ist die Mitte unseres Tuns.
Wir leben allerdings davon, was Gott für uns tut: Er schenkt uns seine Liebe, sein Leben. Unser erstes Tun ist deshalb der Dank. In ihm erst erkennen wir uns als Beschenkte. Geschenk und Dank fließen zusammen in der Eucharistie – ausgehend von der Feier der österlichen Tage. Derzeit können wir nur sehr eingeschränkt, virtuell miteinander feiern. Vielleicht wird so deutlicher, wie kostbar das eigentlich ist.

Dass wir unser Leben nicht machen, sondern verdanken, wird in diesen Tagen besonders deutlich. Man dankt wieder für alltägliche Dienste, die sonst eher als selbstverständlich und kaum erwähnenswert betrachtet werden: Pflegekräften etwa oder Angestellten im Supermarkt. Das tun auch Menschen, die darin nicht eine Fortsetzung der göttlichen Logik von Geschenk und Dank erkennen können. Um wieviel mehr und wieviel freudiger können wir also danken! So danke ich auch Ihnen im Namen der ganzen Pfarrei für Ihr Tun!

In den Kirchen und Pfarrbüros, bei der Pflege der Außenanlagen oder in der Verwaltung, sichern einige von Ihnen auch in diesen Tagen noch elementare Lebenszeichen unserer Pfarrei. Andere im Haupt- und Ehrenamt bemerken wir vielleicht gerade dadurch, dass wir ihren Dienst jetzt vermissen – in der Liturgie z.B. oder in der Caritas. Und manche bereiten sich schon wieder unerschütterlich auf die Rückkehr des Alltags vor.  

Auch im Namen unseres Seelsorgeteams wünsche ich Ihnen, dass Sie immer wieder in der Mitte Ihres Tuns und vor allem an diesen österlichen Tagen Christus begegnen und aus der Freude dieser Gegenwart leben können.  

Pfr. Dr. Ludger Kaulig

Ostersegen an der Haustür

Weißer Sonntag, 19.04.2020 | 15.00 - 18.00 Uhr
Wir kommen zu Ihnen an die Haustür!

Leider sind gemeinschaftliche Oster-Gottesdienste 2020 nicht möglich – und so auch nicht der ganz besondere Ostersegen, der in den Ostergottesdiensten gespendet wird (wer mich kennt, weiß, dass mir gerade das immer besondere Freude bereitet – Euch und Ihnen hoffentlich auch!).
Damit dieser Segen in diesem Jahr aber nicht komplett ausfällt, möchten wir Ihnen ein besonderes Angebot machen: Alle unseren pastoralen Mitarbeiter*innen werden am Weißen Sonntag, dem 19. April, von 15.00 – 18.00 Uhr unterwegs sein in Ahlen. Wir schellen, Sie kommen an die Haustür – und wir besprengen Sie gerne mit dem gesegneten Oster-Wasser! Gerne können wir, wenn gewünscht, auch noch ein Vaterunser sprechen – aber es geht auch nur der Segen. Wir halten Abstand vor der Tür – und sind uns doch ganz nah, Gott selbst wird es sein, der uns verbindet!!
Wenn Ihnen dieses Angebot zusagt, rufen sie doch gerne im Pastoralbüro an (Tel. 02382 760590), hinterlassen die Adresse und die Telefonnummer – und wir freuen uns auf Euch!!!

Alles Liebe – Ihr und Euer
Willi Stroband

Ostern

Ostern ist der Höhepunkt des Kirchenjahres.
Denn Jesus Christus ist an diesem Tag auferstanden,
er wird so zum Sieger über den Tod und verspricht uns Menschen:
„ICH BIN BEI EUCH ALLE TAGE“.

„Und so bitten wir den auferstandenen Jesus,
dass er den Tod in Leben umwandle,
den Hass in Liebe verwandle,
die Rache in Vergebung,
den Krieg in Frieden.
Ja, unser Frieden ist Christus
und durch ihn flehen wir
um Frieden für die ganze Welt.“

Papst Franziskus, aus der Osterbotschaft 2013


„Wenn Jesus auferstanden ist,
dann – und nur dann – 
ist etwas wirklich Neues geschehen,
das die Lage des Menschen und der Welt verändert.
Dann ist er – Jesus – jemand,
dem wir unumschränkt vertrauen können,
nicht nur seiner Botschaft, sondern ihm selbst,
denn der Auferstandene gehört
nicht der Vergangenheit an,
sondern er ist gegenwärtig, heute, und lebt.“

Benedikt XVI., Osterbotschaft 2012

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