„Wir ermöglichen in der Weite der Pfarrei Beheimatung, Nähe und Gemeinschaft.“ Unsere Vision

Zur Sommerzeit

Selig durch den Sommer
So schmeckt für mich der Sommer:
nach Zitroneneis und Grünem Veltliner, eingetaucht in
Mohnblumenrot, Himmelblau und Ährengelb.
Im Licht eines Sommertags können sich die Dinge leichter wandeln, Sommer macht leichter, glänzender, freier und unkomplizierter.
Manches erscheint mir möglicher als in Winternächten.
Da mag ich auch gerne solche Gedanken wie diese – angelehnt an die populären Seligpreisungen des Matthäusevangeliums:

Selig jene, die über sich selbst lachen können – sie werden die beste Unterhaltung haben.
Selig jene, die einen Berg von einem Maulwurfshügel unterscheiden können – sie werden vielen Schwierigkeiten entgehen. 
Selig jene, die ausruhen und schlafen können, ohne sich dafür entschuldigen zu müssen – sie sind auf dem Weg der Weisheit. 
Selig jene, die schweigen und zuhören können – sie werden viel Neues erfahren. 
Selig jene, die klug genug sind, sich nicht zu ernst zu nehmen – ihre Mitmenschen werden sie schätzen! 
Selig jene, die hellhörig sind für den Ruf des Nächsten, sich aber nicht für unersetzlich halten – sie werden Freude säen! 
Selig jene, die denken bevor sie handeln und beten, bevor sie denken – sie werden viele Dummheiten vermeiden! 
Selig seid Ihr, wenn Ihr Gottes Gegenwart in allem wiedererkennt – Ihr werdet das Licht in Euch haben. 
Und? Haben Sie sich schon wiedergefunden? Selig sind Sie – oder könnten es noch werden. Dafür hält der Sommer noch einige Möglichkeiten offen. Und der Himmel erst mal! 

Genießen Sie in diesem Sinn einen schönen Sommer und entspannte Tage. 
Reinhard Kleinewiese, Pfarrer

Ein Abschiedswunsch

Rucksäcke und Koffer sind gepackt, Reiseziele ausgesucht.
Vorfreude bestimmt die Menschen
zu Beginn der Urlaubszeit.
Hoffnung auf erholsame Tage,
auf wärmende Sonne,
auf Zeit zu lesen und auszuruhen,
auf beeindruckende Landschaften
und gastfreundliche Menschen.
Herzliche Abschiedsgrüße
von Kollegen und Freunden:
"Mach's gut, viel Spaß,
komm heil zurück!"



Ein Abschiedswunsch, mit auf den Weg gegeben,
ist wie ein kleiner Segen.
Vor allem die Iren haben ihre Segenswünsche
schon immer in bildreiche Worte gekleidet.
Aus ihnen sprechen Fürsorge, Liebe zur Natur,
Dank und Einstimmung auf die kleinen Momente des Glücks. 
All' das wird dem Reisenden mit auf den Weg gegeben:

"Möge dein Weg dir freundlich entgegenkommen,
Wind dir den Rücken stärken,
Sonnenschein warm auf dein Gesicht scheinen.
Der Regen möge deine Felder tränken, 
und bis wir uns wieder sehn, 
halte Gott dich fest in seiner Hand."

Quelle: Andere Zeiten e.V., www.anderezeiten.de

Schönen Urlaub!

URLAUB - Ein altes Wort, uralt...
tief verwurzelt wie Urwunsch oder Ursehnsucht.
Die stecken in jedem Menschen.
Urlaub kommt vom Wort ‚erlauben‘:
Die Erlaubnis, wegzugehen; alles einmal hinter sich zu lassen;
aus dem gesunden Abstand heraus, das gewohnte Alte neu sehen können.

Urlaub: Wie Ferien.
Von einem lateinischen Wort abgeleitet meinte es bei den „alten Römern“,
an diesen Tagen bestimmte Götter zu ehren und die Arbeit ruhen zu lassen.

Ferien: Wie Feiertage also. Freie Tage. Festtage. Ruhetage. Kostbare Atempause.
Leib und Seele spüren. Göttliche Tage. Göttliche Zeit.

Vacances: Sagen die Franzosen. Das bedeutet: Leere Zeit. Mußetage.
Da musst Du nichts und darfst (fast) alles.
Langsam leer werden. Entschleunigen.
Dich frei halten von manchem,
was Dich sonst so bedrängt und voll macht.

Holidays rufen die englischsprechenden Menschen:
Heilige Tage! Denn der erste Wortteil ‚holy‘ meint genau dies:
Geweihte Tage, gottgefällige Zeit.
Innehalten und nachspüren,
und im Fließen und Zerrinnen der Zeit neu entdecken:
Gott, in Deiner Hand ist meine Lebenszeit,
sind meine Gezeiten wohl aufgehoben.

In diesem Sinne Euch und Ihnen allen:
Schönen Urlaub! Schöne Ferien!
Bonnes vacances! Beautiful holidays!


Reinhard Kleinewiese, Pastor

Wege

Gedanken zur Ferienzeit
von Ilse Blomberg
„Mein Lieblingsweg ist der Weg von der Schule nach Hause, Frau Blomberg. Sie müssen nicht denken, dass ich nicht gern zur Schule  gehe. So mein ich das nicht. Aber auf dem Weg von der Schule nach Hause freue ich mich immer so auf den Nachtisch. Pudding mag ich so gern!“
20 Jahre ist das schon her. Und ich sehe Michael auf seinem Weg zum Pudding in Gedanken vor mir.

30 Jahre ist es her, als mein jüngster Sohn mich fragte: „Dürfen Lehrer meine Wegbestimmer sein?“ Er wollte den kurzen Weg von der Schule zur Turnhalle über die Wiese nehmen und machte das auch. Aber er  bekam Ärger mit seinem Lehrer und musste den vorgeschriebenenen Pflasterweg gehen. Das sah er nicht ein.

Zwei Wege zweier Kinder im Grundschulalter.
Auf dem Nachhauseweg  - der fröhliche Michael.
Auf dem gepflasterten Weg – mein, in seiner Freiheit eingeengter  Sohn.

Beide sind ihre Wege weitergegangen. Haben Kreuzungen passiert, haben Hauptwege verlassen, sind Umwege gegangen, haben Nebenwege ausprobiert, sind über Wurzeln auf Waldwegen gestolpert, sind am Meer auf Sandwegen Wind und Sturm begegnet und haben sich auf Höhenwegen die Sonne ins Gesicht scheinen lassen. Und sie sind weiter auf dem Weg, auf ihrem ganz eigenen Weg, auf ihrem Lebensweg.

Ich wünsche ihnen:

„Gott möge ihre Wege segnen
mit Atem über die nächste Biegung hinaus
und unermüdlicher Hoffnung.
Gott möge sie in seine Arme nehmen und sie schützen.“
Und das wünsche ich auch uns:
„Gott möge unsere Wege segnen
mit Atem über die nächste Biegung hinaus
und unermüdlicher Hoffnung.
Er möge uns in seine Arme nehmen und uns schützen.“

Ich wünsche Ihnen eine schöne Ferienzeit.
Ihre Ilse Blomberg 

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