„Christus ist die Mitte unseres Tuns.“ Unsere Vision

Christus.Punkt

7. Christus.Punkt
Altarbild Herz Jesu in der Herz-Jesu-Kapelle Borbein
Als  Christus-Symbol am Kirchort Borbein haben wir uns für die Darstellung vom Herz Jesu entschieden.
Diese Darstellung befindet sich in der Mitte der vorderen Seite des Altars.
Der Altar ist zentraler Punkt der Herz-Jesu-Kapelle, welche die Mitte unseres Kirchortes bildet
Passend zum Leitsatz: Christus ist die Mitte unseres Tuns.
Kirchortteam Herz-Jesu Borbein

SEHET DAS HAUS GOTTES INMITTEN DER MENSCHEN / ER WIRD UNTER IHNEN WOHNEN / SIE WERDEN SEIN VOLK SEIN
Überschrift der Urkunde zur Errichtung der Kapelle

„Das Herz Jesu ist unsere Rettung“, heißt es in der Urkunde von Weihnachten 1948 über die Schaffung der Herz-Jesu-Kapelle in Borbein. Das Herz-Jesu-Patronat für Borbein verstand Dechant Scheiermann offenbar als Antwort auf die Not der Zeit. Dem Hinweis auf die „Lieblosigkeit und eisige Kälte“ unter den Menschen als der eigentlichen Ursache der vielfältigen menschlichen Not der damaligen Zeit wollte er die Botschaft von der Liebe Gottes, der in unwandelbarer Treue zu den Menschen steht, gegenüberstellen und so bewusst machen, dass alle Rettung da beginnt, wo die Menschen Gottes liebende Zuwendung in den Blick bekommen. Die Wahl des Herz-Jesu-Patronates sollte inmitten der Not ein Zeichen der Hoffnung setzen.“
Auszug aus der Festschrift „Vierzig Jahre Herz-Jesu-Kapelle“

„Lieblosigkeit und eisige Kälte“ müssen wir in diesen Tagen Gott sei Dank nicht diagnostizieren. Viele Menschen bemühen sich umeinander, Solidarität und Geschlossenheit zeigt sich auf allen Ebenen von Politik und Gesellschaft. Eher noch wird offengelegt, wie sehr manches davon sonst nicht selbstverständlich ist, wie sehr wir Gemeinschaft und Nähe vermissen. Die Herz-Jesu-Frömmigkeit verdichtet diese Sehnsucht in einer romantischen Bildlichkeit verstärkt gegenüber einer kühlen und technischen Moderne. So ist es unerwartet passend, dass ausgerechnet dieses Motiv unser großes Fastenbild nun vervollständigt: Christus ist uns mit ganzem Herzen nah, legt sein Herz offen in den Worten und Zeichen seiner Zuwendung, in der Stille und auch der Sprachlosigkeit unseres Betens, dass wir uns da bergen, wenn wir uns ungeborgen und ausgesetzt fühlen.                                                                          
Pfr. Dr. Ludger Kaulig

6. Christus.Punkt
Fenster in der St.-Lambertus-Kirche
Das dreiteilige Ostfenster war das Chorfenster der „alten“ St.- Lambertus-Kirche von 1565 und ist heute als Hauptfenster in der Seitenkapelle zu sehen. Mit dem Neubau der Kirche Anfang des 20. Jahrhunderts und seiner Einweihung am 22.10.1903 wurde auch eine Neugestaltung des Ostfensters mit Antikglas / Blei / Schwarzlot / Silbergelb in Auftrag gegeben. Vom Kirchortteam wurde es insbesondere wegen seines österlichen Motivs ausgewählt. In der Mitte wird Jesus am Kreuz dargestellt, im linken Teil seine Mutter, im Hintergrund Maria Magdalena mit Totenkopf und rechts der Jünger Johannes. Die Glasmalerei hat eine besondere symbolische Bedeutung. Das Sonnenlicht durchdringt die farbigen Scheiben als Sinnbild der alles durchdringenden und verwandelnden göttlichen Gnade. Die Erlösung der Menschen durch Jesu Tod wird durch das Kreuzmotiv im Fenster nachhaltig herausgestellt.
Andreas Weber, für das Kirchortteam St. Lambertus

5. Christus.Punkt
Mariensäule auf dem Marienplatz
Die Mariensäule gestaltete 1984 Gerhard Bücker (Vellern) aus den vier Säulen des früheren Hauptaltars. Unterhalb der Marienstatue wird die Säule außerdem von den Figuren des Hl. Bartholomäus (Stadtpatron), des Hl. Liudger (Bistums- und Pfarreigründer), der Hl. Ida von Herzfeld (aus unserer Region also) und der Ordensgründerin Elisabeth Tombrock (gebürtig aus Ahlen) umgeben.

Während die St.-Bartholomäus-Kirche die historische Mitte der Stadt markiert, steht St. Marien in der aktuellen Mitte, sozusagen am Puls der Stadt. Als wäre das nicht schon genug, ist die Mariensäule noch einmal der Kirche vorgelagert und steht damit fast schon auf der Kreuzung von Nord-, Süd-, Ost- und Weststraße.

Dass Christus für Maria die Mitte ihres Tuns, ja, ihres ganzen Lebens ist, steht außer Frage. Die Säule haben wir einerseits gewählt, weil sie unsere markanteste und am besten sichtbare Darstellung Mariens ist. Das ist aber andererseits vor allem deshalb der Fall, weil sie gerade nicht in der Kirche steht, sicher und unter Verschluss, sondern eben draußen vor der Tür.

So wie die historische Maria ist auch diese Figur dem Leben ausgesetzt, dass nicht spurlos an ihr vorübergeht – und sei es im Fall der Statue auch nur das Wetter (und die Tauben). Nur so kann Maria den Menschen Christus zeigen, nahebringen - ihn, der selbst nichts scheut, um in unserer Mitte zu sein.
 Pfr. Dr. Kaulig, für das Kirchortteam St. Marien

Christus ist die Mitte unseres Tuns!
Die Mariensäule vor dem Hauptportal der Marienkirche ist das ausgewählte Bild, welches uns zum Leitsatz der diesjährigen Fastenzeit führen soll.  Auf  den ersten Blick scheint das eine falsche Wahl zu sein, weil wir ein Marienbild ausgewählt haben, wir aber über Christus und über uns  nachdenken wollen. Schauen wir nach oben zur Mariensäule hinauf, dann sehen auf dem linken Arm Mariens Jesus sitzend. Er schwebt und thront über uns, schon entrückt vom irdischen Dasein.  Das reicht aus, um den Leitsatz „Christus ist die Mitte unseres Tuns!“ auf uns zu lenken.

Ist dieser Leitsatz für alle Gläubigen  ein gültiger Maßstab? Ist Christus wirklich die Mitte unseres Tuns? Stimmt das? So leicht ist die Frage nicht zu beantworten, weil sie für sich genommen nicht greifbar ist. Wir müssen zum Neuen Testament greifen und darin lesen, dann kommen wir der Sache näher. An vielen Stellen erfahren wir wie Jesus Christus gelebt und gewirkt hat. Seine Leitsätze sind noch heute für unser christliches Leben und für unser wohlverstandenes Miteinander gültig.

Ein paar Textstellen:
Mt. 25, 45: „Was ihr für meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Joh. 8, 7: „Wer von euch ohne Sünde ist der werfe den ersten Stein.“
Mt. 5, 25: „Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit hm noch auf dem Weg zum Gericht bist.“ 

Wenn der Inhalt dieser Sätze auch für mich gültig ist, dann gewinnt der Leitsatz der diesjährigen Fastenzeit eine lebensnahe Bedeutung.
Alfred Thiemann, Kirchortteam St. Marien   

4. Christus.Punkt
Der Hochaltar der St.-Josef-Kirche
Er ist der Blickfang der Kirche. Angezogen werden die äußeren Augen und das innere Schauen auf die große Kreuzigungsgruppe in der Apsis der St. Josef-Kirche. Umrahmt von einem – an romanische Kirchen – erinnernden Bogen mit Säulen, begleitet von den beiden großen Figuren der Gottesmutter Maria und des Johannes, ist der Menschensohn hier am Kreuz nicht als leidender, sondern als erhöhter, siegreicher Christus dargestellt. Der Dornenkranz ist zur Siegeskrone des Königs verwandelt – Christus ist Sieger über die Mächte des Bösen und der Nacht des Todes. Es ist hier die österliche Seite jenes Ganzen dargestellt, was wir Leben nennen. Hoffnung strahlt aus von diesem Christuskreuz, Ermutigung zum Leben, im Leiden, im Tod. „Seht – den Menschen!“ Und seht, was Gottes Liebe mit allem Menschlichen im Sinn hat: Die Verwandlung.

Von je zwei Heiligenbildern gerahmt, birgt der Tabernakel die Kraftquelle für den Weg der Wandlung: Das Brot des Lebens.
Genau darüber, zwischen Tabernakel und Kreuz – eine offene, goldene Nische. Ein „leerer“, unverfügbarer, offener Raum: Das Geheimnis des Lebens, des Leidens, des Todes und der Auferstehung. Es ist die Einladung, sich selbst in diesen Raum hineinzubegeben – in jenes Geheimnis, in dem Gott auf Dich wartet.
Aus Baumberger Sandstein gefertigt, wurde dieser Altar 1923 aufgestellt und unter der Leitung von Helmut Neumann 1994 neu gefasst und vergoldet.
Pfr. Reinhard Kleinewiese, für das Kirchortteam St. Josef

 

3. Christus.Punkt
Liudgerfenster in der St.-Bartholomäus-Kirche
Nur einmal findet sich in der Lebensbeschreibung des Hl. Liudger eine Blindenheilung. Diese spezielle Episode, die unser Fenster darstellt, hebt damit zugleich unsere Pfarrei St. Bartholomäus in der allgemeinen Gründungsgeschichte des Bistums Münster besonders hervor. Sie kann Menschen mit Stolz erfüllen, stärker an die Person Liudgers binden und vor allem uns seinem Auftrag deutlicher verpflichten.

Christus, die Mitte unseres Tuns, wird im Bild nicht dargestellt und kommt doch gleich zweimal vor:
1. Der heilige Bischof steht in der langen Reihe derer, die mit Vollmacht in Wort und Tat weitergeben, was sie von Christus empfangen haben (inklusive dieser Vollmacht selbst) - Christus selbst, der uns durch sie begegnet: „Wer euch hört, hört mich.“ (Lk 10,16).
2. Vor allem begegnet uns Christus aber auch im Blinden wie in all den Armen und Bedürftigen, mit denen er sich solidarisiert, ja, identifiziert: „Was ihr für einen meiner geringsten Schwestern und Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“ (Mt 25,40).
Vielleicht noch ein Drittes: Es ist unklar, ob der Künstler das gewollt hat, aber folgt man dem – noch verschlossenen – Blick des Blinden, gelangt man im zentralen Fenster der Kirche zum Antlitz des Gekreuzigten. Wenn er also geheilt die Augen öffnet, ist es das, ist ER es, den er zuerst sieht.

Begegnungen wie die zwischen Liudger und dem Blinden sind der Raum, in dem Christus uns allen die Augen öffnet für seine Gegenwart in unserer Mitte.
Pfr. Dr. Ludger Kaulig, für das Kirchortteam St. Ludgeri

Zum Glasfenster: St. Ludger von Münster heilt einen Blinden. Heinrich Dieckmann, 1938 - 1940. Fenster im Chor, Antikglas/Blei/Schwarzlot, http://www.glasmalerei-ev.net/pages/b3848/b3848.shtml

 

2. Christus.Punkt
Taufbecken in der St.-Ludgeri-Kirche
Die Deckaufschrift des Taufbeckens in der St.-Ludgeri-Kirche lautet: „Wer da glaubt und sich taufen lässt, wird selig werden. Marcus“
Jeder Mensch - wenn er in die Ludgeri-Kirche eintritt - fällt quasi in das Taufbecken, denn es steht mitten im Weg, wie schön! Wenn man sich wieder aufgerappelt hat, gleitet der Blick in die Ferne direkt zum Tabernakel und wir sehen Christus - die Mitte unseres Tuns – und sogar unseres Lebens.
Pfr. Willi Stroband, für das Kirchortteam St. Ludgeri
 

1. Christus-Punkt  
Elisabeth-Fenster im Pfarrheim St. Elisabeth
„Christus ist die Mitte unseres Tuns“, das ist der zentrale Leitsatz unserer Gemeinde St. Bartholomäus und das Thema unseres diesjährigen Fastenbildes.
„Christus ist die Mitte unseres Tuns“, das war auch vor 800 Jahren der Leitsatz der hl. Elisabeth von Thüringen, die in allen, um die sie sich kümmerte, Christus sah. So hat der Kirchort St. Elisabeth zur Verdeutlichung des Leitsatzes zwei Motive aus dem Elisabeth-Fenster im Pfarrheim-Foyer ausgewählt.

Das obere Bild zeigt eine Rosenblüte, in der Elisabeths Flucht von der Wartburg gemeinsam mit ihren drei Kindern zu sehen ist. In der Helligkeit abgehoben fällt noch ein viertes Kind auf; ein Symbol für die vielen Flüchtlinge unserer Zeit, die das Schicksal von Elisabeth teilen müssen.
Wir erinnern uns: in unmittelbarer Nachbarschaft der St.-Elisabeth-Kirche befand sich die Flüchtlingsunterkunft. Helferinnen und Helfer konnten vor Ort ihre vielfältigen Talente einsetzen und somit häufig einen wertvollen Beitrag zu individueller Unterstützung leisten. Auch waren die Geflüchteten mit ihren Kindern regelmäßig Gäste im Pfarrheim St. Elisabeth, um an Sonntagnachmittagen mal rauszukommen und bei Kaffee und Kuchen, bei Gesprächen und Spielen, Kontakt mit Einheimischen zu bekommen.
Das Thema Kinder und Jugendliche in all seinen Facetten ist auf dem Gebiet des Kirchorts St. Elisabeth immer schon sehr präsent, wenn wir an den Kindergarten und die vier großen Schulen in unmittelbarer Nachbarschaft denken. Da gibt es gute Kontakte durch Schulgottesdienste und die Pfarrheimnutzung für besondere Projekte, Auszeiten und Fortbildungen.

Das untere Bild zeigt, wie Elisabeth eine Kranke pflegt und thematisiert damit Elisabeths Sorge um Kranke, Alte und Sterbende. So befindet sich auf dem Gebiet des Kirchorts St. Elisabeth auch das Hospiz. Ehrenamtliche aus der gesamten Stadt begleiten Sterbende in ihrer letzten Lebenszeit und ermöglichen ihnen ein gutes und würdiges Leben bis zuletzt. Dann ist da Nähe zum Krankenhaus, zu zwei Altenheimen und einer Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Auch hier gibt es zahlreiches ehrenamtliches Engagement, Betreuung und Besuchsdienste. Auf regelmäßige Besuche durch Gemeindemitglieder dürfen sich aber auch zu Hause lebende Seniorinnen und Senioren freuen. Und in Fortsetzung von Elisabeths Fürsorge für die Armen nutzt seit Anfang des Jahres das „Forum gegen Armut“ mit dem Familien- und Gesundheitstreff an Samstagen unser Pfarrheim und bietet gesundheitsbetonte Beratung und Förderung an.

So findet das Wirken der hl. Elisabeth auch 800 Jahre später und hier in Ahlen seine Fortsetzung, wenn sich heute Menschen im kirchlichen Rahmen oder privat für andere engagieren, weil Christus die Mitte ihres Tuns ist. Auch heute noch kann uns Elisabeth Vorbild sein und gute Wege aufzeigen, in unserer Zeit Nächstenliebe zu praktizieren, Solidarität mit den Armen zu leben, Not wahrzunehmen und zu lindern und in den an den Rand Gedrängten Christus zu begegnen.

Magdalena Knipping, für das Kirchortteam St. Elisabeth
 

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