„Wir engagieren uns im Dialog mit den christlichen Konfessionen, Gläubigen anderer Religionsgemeinschaften und allen Menschen guten Willens.“ Unsere Vision

Fastenzeit 2020

Wort von Pfr. Dr. Kaulig | 19.03.2020
Liebe Gemeinde, seit ich mich am vergangenen Freitag an dieser Stelle an Sie gewendet habe, hat fast jeder Tag weitere z.T. massive Einschränkungen und Veränderungen unseres Lebensalltags mit sich gebracht. Es gibt aber auch immer wieder Nachrichten von guten Ideen, mit all dem nicht nur duldend und geduldig umzugehen, sondern die verbliebenen Handlungsspielräume sinnvoll zu nutzen und diese Zeit gut zu gestalten.

Auch in unserer Pfarrei sind wir nicht untätig geblieben. Wir haben im Seelsorgeteam und in einer speziellen Arbeitsgruppe wie schon in der vergangenen Woche angekündigt überlegt, wie wir weiterhin als Gemeinde miteinander verbunden bleiben und aus unserem Glauben Kraft gewinnen können. Ergebnisse dieser Überlegungen finden Sie (hier) auf der Homepage, in den Pfarrnachrichten und in der Tagespresse. Sicherlich wird auch noch das eine oder andere hinzukommen; die Aktion mit Ihren Portraitfotos etwa braucht noch einige Tage bis Sie das Ergebnis wenigstens in unseren Medien bestaunen können. So können wir vielleicht durch kleine Highlights dazu beitragen, dass uns die nächsten Wochen nicht allzu lang werden.

Nun hat die Fastenzeit jedenfalls eine gänzlich andere Gestalt angenommen, als wir das zuvor gedacht oder gar geplant hätten. Das Fasten ist zu einem umfassenden Verzicht geworden, der auch enge Kontakte im Familien- und Freundeskreis einschließt. Dieses Fasten ist kein oft schon als exotisch empfundenes religiöses Randprogramm, sondern geschieht in Solidarität mit unserer ganzen Gesellschaft. Neben dem Verzicht wird dabei aber auch ein Element sichtbar, das für unser christliches Fasten sehr wichtig ist: Es sollte immer ein „Fasten für“ sein. Das unterstreicht etwa die Fastenaktion MISEREOR und blickt dabei auf Menschen in Not überall in der Welt. Bevor die Nachrichten über das Corona-Virus und die Sorge um unsere eigene Existenz den ganzen Horizont füllen, sollten wir sicher auch ähnliche oder ganz anders geartete Notsituationen in der Welt nicht aus dem Blick verlieren.

„Fasten für“ geschieht aber auch ausdrücklich hier: Indem wir die staatlich verordneten Beschränkungen diszipliniert einhalten, verzichten wir auf Komponenten unserer Freiheit für die Gesundheit und das Leben anderer Menschen. Wir tragen dazu bei, eine Überlastung des Gesundheitssystems, die sich sowohl durch eine zu große Zahl gleichzeitiger schwerer Erkrankungen als auch durch die Erkrankung des medizinischen Personals ergeben könnte, zu verhindern.

Neben all dem, was uns darin mit anders und nicht glaubenden Menschen verbindet, können wir dabei zudem Kraft schöpfen aus der bleibenden Gemeinschaft mit Gott, aus dessen Hand wir nicht fallen können.
In diesem Glauben möchte ich Ihnen gerade in dieser Zeit besonders verbunden sein, vor allem im täglichen Gebet und in der Eucharistiefeier, die wir an den Sonntagen, in der nächsten Woche auch am Hochfest des Hl. Liudger und dann an den Kar- und Ostertagen zumindest virtuell gemeinsam feiern können.

Ich grüße und segne Sie, bleiben Sie gesund,
Ihr Ludger Kaulig

Alle Gottesdienste und Veranstaltungen werden zur Vermeidung von Ansteckung mit dem Coronavirus bis voraussichtlich zum 19.04.2020 abgesagt, aber...

NICHT ALLES IST ABGESAGT:

Sonne ist nicht abgesagt
Frühling ist nicht abgesagt
Beziehungen sind nicht abgesagt
Liebe ist nicht abgesagt
Lesen ist nicht abgesagt
Musik ist nicht abgesagt
Phantasie ist nicht abgesagt
Freundlichkeit ist nicht abgesagt
Telefongespräche sind nicht abgesagt
Hoffnung ist nicht abgesagt
Beten ist nicht abgesagt

Und auch das ist nicht abgesagt:

Zeit zum stillen Gebet

Unsere Kirchen sind täglich von 09.00 - 18.00 Uhr geöffnet!
Unser Leitsatz „Christus ist die Mitte unseres Tuns“ trägt uns durch die diesjährige Fastenzeit. Auch wenn wir aus aktuellem Anlass zurzeit nicht zum Gottesdienst zusammenkommen können, besteht ab sofort in allen Kirchen unserer Pfarrei die Gelegenheit zum privaten, persönlichen Gebet. Unsere Kirchen sind dafür täglich von 09.00 – 18.00 Uhr geöffnet.

Aktuelle Angebote

Livestreams, Fotoaktion, Christus.Punkt, offene Kirchen, Gebet und Musik...
Bitte beachten Sie unsere aktuellen Informationen auf der Startseite und geben Sie die Hinweise gerne weiter. Beteiligen Sie sich an unserer Fotoaktion, nutzen Sie die Live-Übertragung unserer Gottesdienste, zünden Sie eine echte oder virtuelle Kerze an, lauschen Sie den musikalischen HIghlight im Internet... vielleicht haben Sie auch noch weitere Ideen und teilen sie uns mit?

Christus.Punkt

Besinnung in der Fastenzeit mit Christus im Mittelpunkt
Taufbecken, Hochaltar, Glasfenster… in unseren Kirchen finden wir zahlreiche Symbole für Christus. Unsere Kirchortteams haben in der Vorbereitung auf die Fastenzeit jeweils ein Symbol ausgesucht. Auch wenn die geplanten Besinnungsabende "Christus.Punkt" nun ausfallen müssen, stellen wir Ihnen hier Woche für Woche das Christus-Symbol vor:

Donnerstag, 27.02. | St.-Elisabeth-Kirche Weiterlesen: >1. Christus.Punkt
Mittwoch, 04.03. | St.-Ludgeri-Kirche Weiterlesen: >2. Christus.Punkt
Freitag, 13.03. | St.-Bartholomäus-Kirche Weiterlesen: >3. Christus.Punkt
Donnerstag, 19.03. | St.-Josef-Kirche, mit Eucharistiefeier zum Patronatsfest - wird als stiller Gottesdienst mit Live-Stream gefeiert, siehe Startseite - Weiterlesen: >4. Christus.Punkt
Dienstag, 24.03. | St.-Marien-Kirche - abgesagt - Weiterlesen: >5. Christus.Punkt
Mittwoch, 01.04. | St.-Lambertus-Kirche - abgesagt
Montag, 06.04. | Herz-Jesu-Kapelle Borbein - abgesagt

Mariensäule auf dem Marienplatz

Christus-Symbole in der Fastenzeit 
In der Fastenzeit zeigen wir Ihnen in jeder Woche ein neues Christus-Symbol in Form eines Bildes aus jeder unserer Kirche.
Am 4. Fastensonntag ist das die Mariensäule auf dem Marienplatz.
 

Mariensäule auf dem Marienplatz
Die Mariensäule gestaltete 1984 Gerhard Bücker (Vellern) aus den vier Säulen des früheren Hauptaltars. Unterhalb der Marienstatue wird die Säule außerdem von den Figuren des Hl. Bartholomäus (Stadtpatron), des Hl. Liudger (Bistums- und Pfarreigründer), der Hl. Ida von Herzfeld (aus unserer Region also) und der Ordensgründerin Elisabeth Tombrock (gebürtig aus Ahlen) umgeben.

Während die St.-Bartholomäus-Kirche die historische Mitte der Stadt markiert, steht St. Marien in der aktuellen Mitte, sozusagen am Puls der Stadt. Als wäre das nicht schon genug, ist die Mariensäule noch einmal der Kirche vorgelagert und steht damit fast schon auf der Kreuzung von Nord-, Süd-, Ost- und Weststraße.

Dass Christus für Maria die Mitte ihres Tuns, ja, ihres ganzen Lebens ist, steht außer Frage. Die Säule haben wir einerseits gewählt, weil sie unsere markanteste und am besten sichtbare Darstellung Mariens ist. Das ist aber andererseits vor allem deshalb der Fall, weil sie gerade nicht in der Kirche steht, sicher und unter Verschluss, sondern eben draußen vor der Tür.

So wie die historische Maria ist auch diese Figur dem Leben ausgesetzt, dass nicht spurlos an ihr vorübergeht – und sei es im Fall der Statue auch nur das Wetter (und die Tauben). Nur so kann Maria den Menschen Christus zeigen, nahebringen - ihn, der selbst nichts scheut, um in unserer Mitte zu sein.
 Pfr. Dr. Kaulig, für das Kirchortteam St. Marien

Christus ist die Mitte unseres Tuns!
Die Mariensäule vor dem Hauptportal der Marienkirche ist das ausgewählte Bild, welches uns zum Leitsatz der diesjährigen Fastenzeit führen soll.  Auf  den ersten Blick scheint das eine falsche Wahl zu sein, weil wir ein Marienbild ausgewählt haben, wir aber über Christus und über uns  nachdenken wollen. Schauen wir nach oben zur Mariensäule hinauf, dann sehen auf dem linken Arm Mariens Jesus sitzend. Er schwebt und thront über uns, schon entrückt vom irdischen Dasein.  Das reicht aus, um den Leitsatz „Christus ist die Mitte unseres Tuns!“ auf uns zu lenken.

Ist dieser Leitsatz für alle Gläubigen  ein gültiger Maßstab? Ist Christus wirklich die Mitte unseres Tuns? Stimmt das? So leicht ist die Frage nicht zu beantworten, weil sie für sich genommen nicht greifbar ist. Wir müssen zum Neuen Testament greifen und darin lesen, dann kommen wir der Sache näher. An vielen Stellen erfahren wir wie Jesus Christus gelebt und gewirkt hat. Seine Leitsätze sind noch heute für unser christliches Leben und für unser wohlverstandenes Miteinander gültig.

Ein paar Textstellen:
Mt. 25, 45: „Was ihr für meiner geringsten Brüder getan habt, das habt ihr mir getan.“
Joh. 8, 7: „Wer von euch ohne Sünde ist der werfe den ersten Stein.“
Mt. 5, 25: „Schließ ohne Zögern Frieden mit deinem Gegner, solange du mit hm noch auf dem Weg zum Gericht bist.“ 

Wenn der Inhalt dieser Sätze auch für mich gültig ist, dann gewinnt der Leitsatz der diesjährigen Fastenzeit eine lebensnahe Bedeutung.
Alfred Thiemann, Kirchortteam St. Marien   

Weiterlesen: >Christus.Punkt

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23.03.2020

Ahlener Zeitung vom 23.03.2020

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