„Unser Leben, Beten und Feiern berücksichtigt die unterschiedlichen Altersgruppen, Begabungen, Lebensformen und Lebenswelten.“ Unsere Vision

Claudia Pospiech

Beerdigungsseelsorgerin

Eingeladen zum Fest des Glaubens,
so fühlte ich mich, als im Sommer 2018 Pfarrer Dr. Kaulig mir die Möglichkeit zur Teilnahme an einem Ausbildungsseminar zum Trauer- und Begräbnisdienst anbot. Diese Beteiligung von Laien am Begräbnisdienst ist im Bistum Münster seit dem Jahr 2015 möglich.

Auf dem Weg zu diesem Ziel vertieften wir uns  – 16 Kursteilnehmer aus Münster, Nordwalde, Emsdetten, Emmerich am Rhein, Steinfurt, Greven, Vreden, Dorsten, Moers und Ahlen – in theologischen und liturgischen Themen, betrachteten die bisher eigenen Trauer- und Toderfahrungen (gemeint waren die kleinen Tode im Leben: Abschied, Trennung, Veränderung, Krankheit) und spürten den eigenen Motivationen nach, diesen Dienst mit auszuführen.

Tote zu bestatten und Trauernde zu begleiten sind seit Anfang der Kirche Werke christlicher Barmherzigkeit. Und somit nicht Priestern und Diakonen vorbehalten. Es geht auch nicht um eine theologische Ersatzlösung in Zeiten wie diesen – des Priestermangels -, sondern um die Wahrnehmung des Sendungsauftrages, der in der gemeinsamen Würde aller Getauften und Gefirmten grundgelegt ist. Ebenso macht es ernst mit der vom II. Vatikanischen Konzil neu geweckten Einsicht in die Berufung und Sendung von Laien in Kirche und Welt. Die Beauftragungsurkunde zur Beerdigungsseelsorgerin von Bischof Dr. Felix Genn  wurde während einer festlichen Abschlussfeier  im Juni  Pfarrer Dr. Kaulig überreicht.

Wir dürfen das Leben genießen! Es ist Gottes Geschenk an uns!
Der Tod wird verdrängt?!

Dabei bereichert es das Leben, sich frühzeitig mit der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen. Unsere eigene Endlichkeit kommt, mit einem klaren Blick, gewiss keine Sekunde früher oder später. Wer es erstrebenswert findet, kann bei seiner eigenen Auseinandersetzung mit dem Tod  Vernunft, Seele, Geist und Herz in Einklang bringen. Die Bereicherung, die diese Erfahrung mit sich bringt, können meine Worte nicht beschreiben. Dafür ist sie sehr individuell und vielleicht einen Versuch wert . . . .
Ich werde auf den Wegen durch die Straßen dieser Stadt und meines Lebens in allen Begegnungen  und Begebenheiten mit hoffnungsvoller Offenheit  sein, um Einladungen auszusprechen zum Fest des Glaubens!

Herzlich,
Claudia Pospiech

Aktuelles

15.11.2019

An jedem Adventssonntag um 11.00 Uhr

Alle Nachrichten

Presseberichte

04.12.2019

Ahlener Tageblatt vom 03.12.2019

Alle Presseberichte